Liebe S (Name von der Redaktion geändert),
habe vor kurzen Deine Kunstwerke bei der Billigausstellung gesehen und es hat mir sehr gut gefallen. Leider ist Deine Webseite nicht wirklich aktiv, also konnte ich mir leider nicht sehr viel mehr ansehen, würde dich aber gerne mal in Deinem Atelier besuchen kommen. Vielen Dank noch das letzte mal für das Schippie aufpassen, es hat ihr wirklich sehr gut gefallen, sie spricht immer noch davon ;)
Liebe  S (Name von der Redaktion geändert), ich schreibe Dir eigentlich wegen dem Museum für Andrea. Ich habe die letzten Monate intensiv damit auseinandergesetzt und es umbauen lassen. Ich bin jetzt so sehr mit den Vorbereitungsarbeiten für die Eröffnung beschäftigt und muss mich um die dahinterliegende Konzeption des Gesamtkunstwerkes kümmern, dass ich jetzt wenig Zeit habe, die letzten Arbeiten zu erledigen. 
Andrea meinte auch, sie fühle sie nicht wohl, wenn ich mit ihr zusammen “hänge” ;) und sie schlug vor mit Dir gemeinsam die letzten Bilder zu hängen. Das finde ich, Deine Zustimmung vorausgesetzt, eine wunderbare Idee und würde Dich bitten, die Intiative zu ergreifen, dies mit Andrea zu finishen.
Ich möchte Dir kurz umreissen, worum es in dem Museum geht. Ausgehend von der Idee Frederick Kieslers, ein österreichischer Künstler und Architekt, der für Peggy Guggenheim 1942 eine Ausstellung über die Surrealisten konzipierte, in dem er die Besucher im Museum liegend oder sitzend die Kunstwerke betrachten liess, gestaltete ich das Museum von Andrea, in dem die Besucher während besonderer SPA Behandlungen Andreas Werke geniessen können. Ausserhalb dessen ist es nicht möglich, diese Werke zu betrachten, ausser am Internet. Es ist also nicht möglich, in einen Raum hinein- und hinauszuschlendern, schnell durch die Räume zu “tracken”, wie das in Gallerien oder Museen so üblich ist. Vielmehr wollte ich eine Situation erzeugen, in dem der Besucher sozusagen keine andere Möglichkeit hat, sich mit Andreas Werken tiefgreifend auseinanderzusetzen. 
Anders als in Kieslers Surrealistenausstellung ART OF THE CENTURY sollen die Besucher von Andreas Gallerie allesamt bestimmte  tausende Jahre alten Yoga und Tantra Techniken UNBEKLEIDET, also nackt ausführen, und während dieser langer, oft stundenlangen Prozesse möchte ich, dass die Kunst von Andrea tief in das Bewusstsein der “Besuchers” einfliesst.
Die Besucher müssen sich also NACKT den Kunstweken von Andrea stellen und das ist an sich schon eine Perfomance, im meinen Fall aber mehr ein post-religiöses Ritual. Während ich also dort einen besondere Form von Spa ins Leben bringe, hat Andrea gleichzeitig eine hypermoderne Konzeption von Galerie bekommen, die direkt an die Idee von Friedrich Kiesler aus 1942 anschliesst.
 In dieser Hinsicht und mit dieser symbiotischen Absicht habe ich das Museum, die Gallerie für Andrea konzipiert. Es gilt für alle Dinge, die jetzt im Museum sind der Ausspruch, “less is more” von Mies van der Rohe, als ich habe mich in der Auswahl ihrer bisherigen Werke auf ein Minimum reduziert und die bisherigen Raumzkonzeptionen teilweise radikal vereinfacht. 
Was jetzt noch übrig bleibt, ist die “Hängung” verschiedener Werke aus verschiedenen Jahren aus Andreas Schaffen, sowie ein Abschluss des “Todesraumes”, der immer noch nicht perfekt für mich wirkt. Ich habe Andrea empfohlen, diese Interio like Elektrokerzen mit echten Kerzen auszutauschen und auf einen Art Tisch zu legen, damit es nach einer Art von “Betraum” aussieht. Ausserdem soll im letzten Raum ein Kunstwerk mit dem Namen “hier” ausprobiert werden, wie es wirkt. Im Prinzip ist der letzte Raum dunkel wie zuvor, nur dass man gewissen Löcher in den Plastikbeklebungen der Wände noch mit schwarzen Klebeband abdecken muss, sodass wirklich kein Gramm Licht mehr hineinscheinen kann.
Ausserdem muss ich selbst noch für Raum 1 einen Text schreiben, der dann mit Barockrahmen an die Wand gehängt wird, das kann bereits aber proforma gemacht werden, da ich erst auf die richtige Inspiration warten muss, diesen Text zu verfassen, d.h. das kann noch ein paar Wochen sich hinausziehen.
Im Prinzip sind alle Räume so angelegt, dass jeweils 2 Personen gemeinsame Übungen durchführen können. Deswegen ist die Mitte der Räume so angelegt, dass diese frei benutzbar ist. In Raum 1 werden unter anderem Übungen gemacht, wo 2 Leute aufeinander zu gehen und immer versuchen müssen, sich von den Tieren sich nicht ablenken zu lassen.
In Raum 2 wird viel mit offenen Augen gearbeitet (starren) und deswegen bringen diese Spiegelsysteme auch einen erheblichen psychedelischen Aspekt ins Spiel. 
Vielleicht hast Du noch eine Idee, wie man den Eingangsbereich insofern schallärmer machen kann, sei es, dass man einen passenden Teppich findet oder eine Teppichspur legt, sodass neue Besucher, die anderen nicht stören, denn obereste Prämisse des gesamten Museums ist “STILLE”. Jeder Raum bekommt ausserdem ein IPod taugliches Minisoundsystem und einen elektronischen Geruchsspender für essential oils. Diese sollten nicht ungebdingt zu sehr sichtbar sein. Wichtig im letzten Raum ist auch die absolute Dunkelheit, wenn man mit bestimmten Übungen beginnt.
Ich schreibe Dir das alles, damit Du, wie Andrea, gut upgedated bist. Ich erkläre ihr diese Dinge bereits seit langer Zeit, aber leider vergisst sie sie immer wieder und es kommt dann auf mich zurück, dass sie meint, ich hätte nie darüber gesprochen (weil ich so viel spreche) und ich will mit dieser email, die ich auch ihr sende, aus der Verlegenheit kommen, das Konzept zu dem Museum jeden Tag neu erklären zu müssen und irgendwann aus der Haut zu fahren.
Also das ganze Projekt heisst NUDE YOGA SPA im Andrea Heyer Museum… wobei ich noch überlege, ob das Wort Museum die richtige Wortwahl ist. Aber das ist nicht so wichtig.
Also ich verbleibe mit lieben Grüssen und ich hoffe, dass Du Lust und Zeit hast, mit Andrea dem Museum den letzten Schliff zu geben, damit ich mich mehr mit konzeptionellen Dingen beschäftigen kann. 
…..
vielen Dank dafür
lieben Gruss
Michael Perin Wogenburg

Liebe S (Name von der Redaktion geändert),

habe vor kurzen Deine Kunstwerke bei der Billigausstellung gesehen und es hat mir sehr gut gefallen. Leider ist Deine Webseite nicht wirklich aktiv, also konnte ich mir leider nicht sehr viel mehr ansehen, würde dich aber gerne mal in Deinem Atelier besuchen kommen. Vielen Dank noch das letzte mal für das Schippie aufpassen, es hat ihr wirklich sehr gut gefallen, sie spricht immer noch davon ;)

Liebe  S (Name von der Redaktion geändert), ich schreibe Dir eigentlich wegen dem Museum für Andrea. Ich habe die letzten Monate intensiv damit auseinandergesetzt und es umbauen lassen. Ich bin jetzt so sehr mit den Vorbereitungsarbeiten für die Eröffnung beschäftigt und muss mich um die dahinterliegende Konzeption des Gesamtkunstwerkes kümmern, dass ich jetzt wenig Zeit habe, die letzten Arbeiten zu erledigen. 

Andrea meinte auch, sie fühle sie nicht wohl, wenn ich mit ihr zusammen “hänge” ;) und sie schlug vor mit Dir gemeinsam die letzten Bilder zu hängen. Das finde ich, Deine Zustimmung vorausgesetzt, eine wunderbare Idee und würde Dich bitten, die Intiative zu ergreifen, dies mit Andrea zu finishen.

Ich möchte Dir kurz umreissen, worum es in dem Museum geht. Ausgehend von der Idee Frederick Kieslers, ein österreichischer Künstler und Architekt, der für Peggy Guggenheim 1942 eine Ausstellung über die Surrealisten konzipierte, in dem er die Besucher im Museum liegend oder sitzend die Kunstwerke betrachten liess, gestaltete ich das Museum von Andrea, in dem die Besucher während besonderer SPA Behandlungen Andreas Werke geniessen können. Ausserhalb dessen ist es nicht möglich, diese Werke zu betrachten, ausser am Internet. Es ist also nicht möglich, in einen Raum hinein- und hinauszuschlendern, schnell durch die Räume zu “tracken”, wie das in Gallerien oder Museen so üblich ist. Vielmehr wollte ich eine Situation erzeugen, in dem der Besucher sozusagen keine andere Möglichkeit hat, sich mit Andreas Werken tiefgreifend auseinanderzusetzen. 

Anders als in Kieslers Surrealistenausstellung ART OF THE CENTURY sollen die Besucher von Andreas Gallerie allesamt bestimmte  tausende Jahre alten Yoga und Tantra Techniken UNBEKLEIDET, also nackt ausführen, und während dieser langer, oft stundenlangen Prozesse möchte ich, dass die Kunst von Andrea tief in das Bewusstsein der “Besuchers” einfliesst.

Die Besucher müssen sich also NACKT den Kunstweken von Andrea stellen und das ist an sich schon eine Perfomance, im meinen Fall aber mehr ein post-religiöses Ritual. Während ich also dort einen besondere Form von Spa ins Leben bringe, hat Andrea gleichzeitig eine hypermoderne Konzeption von Galerie bekommen, die direkt an die Idee von Friedrich Kiesler aus 1942 anschliesst.

 In dieser Hinsicht und mit dieser symbiotischen Absicht habe ich das Museum, die Gallerie für Andrea konzipiert. Es gilt für alle Dinge, die jetzt im Museum sind der Ausspruch, “less is more” von Mies van der Rohe, als ich habe mich in der Auswahl ihrer bisherigen Werke auf ein Minimum reduziert und die bisherigen Raumzkonzeptionen teilweise radikal vereinfacht. 

Was jetzt noch übrig bleibt, ist die “Hängung” verschiedener Werke aus verschiedenen Jahren aus Andreas Schaffen, sowie ein Abschluss des “Todesraumes”, der immer noch nicht perfekt für mich wirkt. Ich habe Andrea empfohlen, diese Interio like Elektrokerzen mit echten Kerzen auszutauschen und auf einen Art Tisch zu legen, damit es nach einer Art von “Betraum” aussieht. Ausserdem soll im letzten Raum ein Kunstwerk mit dem Namen “hier” ausprobiert werden, wie es wirkt. Im Prinzip ist der letzte Raum dunkel wie zuvor, nur dass man gewissen Löcher in den Plastikbeklebungen der Wände noch mit schwarzen Klebeband abdecken muss, sodass wirklich kein Gramm Licht mehr hineinscheinen kann.

Ausserdem muss ich selbst noch für Raum 1 einen Text schreiben, der dann mit Barockrahmen an die Wand gehängt wird, das kann bereits aber proforma gemacht werden, da ich erst auf die richtige Inspiration warten muss, diesen Text zu verfassen, d.h. das kann noch ein paar Wochen sich hinausziehen.

Im Prinzip sind alle Räume so angelegt, dass jeweils 2 Personen gemeinsame Übungen durchführen können. Deswegen ist die Mitte der Räume so angelegt, dass diese frei benutzbar ist. In Raum 1 werden unter anderem Übungen gemacht, wo 2 Leute aufeinander zu gehen und immer versuchen müssen, sich von den Tieren sich nicht ablenken zu lassen.

In Raum 2 wird viel mit offenen Augen gearbeitet (starren) und deswegen bringen diese Spiegelsysteme auch einen erheblichen psychedelischen Aspekt ins Spiel. 

Vielleicht hast Du noch eine Idee, wie man den Eingangsbereich insofern schallärmer machen kann, sei es, dass man einen passenden Teppich findet oder eine Teppichspur legt, sodass neue Besucher, die anderen nicht stören, denn obereste Prämisse des gesamten Museums ist “STILLE”. Jeder Raum bekommt ausserdem ein IPod taugliches Minisoundsystem und einen elektronischen Geruchsspender für essential oils. Diese sollten nicht ungebdingt zu sehr sichtbar sein. Wichtig im letzten Raum ist auch die absolute Dunkelheit, wenn man mit bestimmten Übungen beginnt.

Ich schreibe Dir das alles, damit Du, wie Andrea, gut upgedated bist. Ich erkläre ihr diese Dinge bereits seit langer Zeit, aber leider vergisst sie sie immer wieder und es kommt dann auf mich zurück, dass sie meint, ich hätte nie darüber gesprochen (weil ich so viel spreche) und ich will mit dieser email, die ich auch ihr sende, aus der Verlegenheit kommen, das Konzept zu dem Museum jeden Tag neu erklären zu müssen und irgendwann aus der Haut zu fahren.

Also das ganze Projekt heisst NUDE YOGA SPA im Andrea Heyer Museum… wobei ich noch überlege, ob das Wort Museum die richtige Wortwahl ist. Aber das ist nicht so wichtig.

Also ich verbleibe mit lieben Grüssen und ich hoffe, dass Du Lust und Zeit hast, mit Andrea dem Museum den letzten Schliff zu geben, damit ich mich mehr mit konzeptionellen Dingen beschäftigen kann. 

…..

vielen Dank dafür

lieben Gruss

Michael Perin Wogenburg